Die Sache mit der gerollten Genoa


 Mit meinem Schwager wagte ich mich auch bei viel und böigem Wind auf den Untersee und erlebte ein sehr sicheres und stabiles Boot, das eine fantastische Traktion hat, das heisst die Kraft der Böen in Vorwärtsbewegung umsetzt und nicht (wie mein Corsaire selig) bei jedem Windstoss gleich in die Knie geht, sich zur Seite neigt. Wir benützten bei viel Wind die Rollanlage als Rollreff und dabei ergab sich eine Art Wurstform des teilweise eingerollten Segels.  


Ein Kollege, der mir schon viele gute Ratschläge gegeben hatte in meinem (und seinem) Seglerleben, klärte mich dann auf: Meine Lis ist  nicht mit einer Rollreffanlage ausgestattet und liess sich demzufolge nicht richtig reffen, weil der obere Teil des Segels sich nicht dicht einrollen lässt, sondern bauchig bleibt und damit anfällig dafür, sich mit Wind zu füllen.

Mein Schwager und ich hatten bei (später festgestellten) 40km/h Wind trotzdem viel Spass. Doch nun überlege ich mir, ob ich für die neue Saison eine echtes kleines Rollreff kaufen soll, wie es zum Beispiel Sldén mit dem Furlex 50S für rund 800 Euro anbietet.  

Auf dem Foto (unten) gibt es keine solche abnormale Form, weil das Bild bei wenig Wind gemacht wurde und die Genoa von Anfang an, das heisst nicht erst unter Wind, gerefft worden war.


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