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Mein Schulschiff - Erfahrungen nach der ersten Saison

Die kleine Lis-Jolle hatte ich gekauft, weil ich mit meinem 10jährigen Enkel Segelschule veranstalten wollte. Ich hatte in der Bretagne oft meinem grossen Vorbild, den "Moniteurs" der Segelschule "Les Glénands" zugeschaut. Die Lehrerinnen und Lehrer hatten eine sehr einfache, etwas zeitintensive Methode: Die Segelschüler mussten alle Handgriffe der Reihe nach selber ausüben, was allein das Bereitmachen des Bootes zu einer langwierigen Angelegenheit machte. Aber mit der Methode lernten die Azubis von Anfang an alles richtig. Genau so wollte ich mit meinem Enkel auch vorgehen, der bereits einen Sommerkurs auf einem Opti hinter sich hatte. Im Gegensatz zum Optimist gibt es auf der Lis wirklich viel zu tun, weil ein Grossegel und eine Genoa angeschlagen werden müssen und dann vor allem das Wenden und Halsen sozusagen profimässig geübt werden kann. Genau für diesen Zweck erweist sich meine Lis als ideales Boot: Gross genug für den Moniteur als Vorschötler, einfach zu bed...

Die Sache mit der gerollten Genoa

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 Mit meinem Schwager wagte ich mich auch bei viel und böigem Wind auf den Untersee und erlebte ein sehr sicheres und stabiles Boot, das eine fantastische Traktion hat, das heisst die Kraft der Böen in Vorwärtsbewegung umsetzt und nicht (wie mein Corsaire selig) bei jedem Windstoss gleich in die Knie geht, sich zur Seite neigt. Wir benützten bei viel Wind die Rollanlage als Rollreff und dabei ergab sich eine Art Wurstform des teilweise eingerollten Segels.   Ein Kollege, der mir schon viele gute Ratschläge gegeben hatte in meinem (und seinem) Seglerleben, klärte mich dann auf: Meine Lis ist  nicht mit einer Rollreffanlage ausgestattet und liess sich demzufolge nicht richtig reffen, weil der obere Teil des Segels sich nicht dicht einrollen lässt, sondern bauchig bleibt und damit anfällig dafür, sich mit Wind zu füllen. Mein Schwager und ich hatten bei (später festgestellten) 40km/h Wind trotzdem viel Spass. Doch nun überlege ich mir, ob ich für die neue Saison eine ech...

Projekte mit einer Nähmaschine

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Um die eingerollte Genoa zu schützen, kann man einen Genoaschlauch nähen. Die passenden Anleitungen dazu finden sich im Internet.  Wir haben einen relativ dünnen Markisenstoff für 8 Euro den Laufmeter (mit 1.6m Breite!) gewählt und dazu zwei Reissverschlüsse: einen drei Meter langen, der oben an der Mastspitze beginnt.  Während dann der Schlauch hochgezogen wird, hält man den Schlitten des Reissverschlusses fest und zieht so den höher und höher gezogenen Schlauch zu. Am Schluss schliesst man den zweiten Reissverschluss, der vom Deck nach oben geht und sich nach einem Meter mit dem ersten Reissverschluss trifft. Zwischen beiden gibt es eine Oeffnung und dort wird die eingerollte Schot durchgezogen.  Man braucht dazu eine starke Nähmaschine. Die alten Maschinen haben einen guten Ruf, der allerdings in unserem Fall nicht eingelöst wurde. Zwei alte Berninas, die wir billigst im Internet kauften, hatten Macken, sodass wir im Bernina-Laden dann eine etwas teurere ältere Maschin...

Bootsdecke - selbst genäht

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Zum Stoff: Ich habe unter Markisenstoffe auf eBay nachgeschaut und einen sehr günstigen Polyester gefunden für kanapp 6€ pro Laufmeter zu 1.60m (https://ebay.us/m/8yJEBO).  Dazu braucht es einen passenden Faden aus Polyester und eine 100er Nähnadel, also eine von der stärkeren Sorte. Die Nähte, die die einzelnen Stoffbahnen verbinden, habe ich doppelt genäht. Für die Gurten, die die Decke am Boot  festzurren,  sowie für Verstärkungen um Wanten und Vorstag nahm ich unterschiedliche Bänder.  Hinzu kommt dünnes Leder, um  Scheuerstellen über den Wintschen etc zu sichern. Alles in allem etwas mehr als 200 € Kosten. Arbeitsaufwand 3 Tage, Hier die Bilder: Die Decke ist am Heck offen, damit das Boot gut belüftet ist mit offener Luke zur Schlupfkabine. Die Nähte der Stoffbahnen sind doppelt genäht. Der Kragen ist um eine Mastlegevorrichtung geschlungen und schliesst  auch den Mast ab, wenn dieser gestellt ist. Der Reissverschluss führt zur Wante starbords. Der ges...